Wir lieben den leckeren Sprit


Jetzt haben Sie es endlich für den Wahlkampf entdeckt : Die Diskussion um den teuren Sprit ist im vollen Gange ! Die Online Gazetten überschlagen sich heute nachdem die FDP dieses Thema für sich entdeckt hat , ein wahrlich übler Versuch wieder mal auf Stimmenfang zu gehen. Es muss polarisiert werden (Fall Schlecker ) und es muss populär sein (Benzin) , wenn man sich noch irgendwie retten will aus dem aktuellen Umfragetief. Ohne jetzt Partei ergreifen zu wollen, machen Sie eigentlich, zumindest für mich gesehen alles richtig , Sie haben Gauck auf den Präsidentenstuhl katapultiert, welcher schon vorab mein Kandidat gewesen ist, Sie sind gegen eine Schlecker-Subvention , meiner Meinung nach gehört der Name Schlecker aus der Drogeriewelt eliminiert und Sie wollen den Preiswahnsinn der Mineralölkonzerne stoppen, was ich schon vor einem Jahr ,( wenn nicht schon länger ) moniert hatte. Nur es kommt alles einfach viel zu spät, Ideen die aus der Not geboren wurden , um das Ruder noch herumzureissen, das erscheint mir doch etwas halbherzig und sie machen sich in meinen Augen immer unglaubwürdiger.Alles geht eigentlich nur noch nach dem Prinzip , was uns stark macht kann nicht schlecht sein und bei der  Wahl der Mittel ist alles erlaubt.

Aber um zum Thema zurückzukommen,  man schielt über die Landesgrenzen und schaut wie es unser Nachbar macht; Österreich erlaubt es den Tankstellen nur noch einmal am Tag seine Preise zu ändern, die Preise kann man dann im Internet regional einsehen, das soll für mehr Transparenz sorgen. In einem Versuch hat ein Fernsehsender fiktiv die Benzinpreise auf 2,50€ , 3,50€ und schließlich auf 5,00€ angesetzt und es haben sich tatsächlich in allen Preisgruppen Käufer gefunden, die den Preis akzeptiert haben ! Häufigster Grund ” Ich bin darauf angewiesen , mobil zu sein !” – Und das wohl zu jedem Preis ! Natürlich wurde das jetzt etwas überzeichnet dargestellt und inszeniert, typische Mittel der Komik . Aber man sieht daran, in manchen Teilen der Bevölkerung , scheint der Wille Nein zu sagen noch nicht allzu groß zu sein , 2,50€ da wäre ich aktuell , bereits schimpfend davongefahren oder hätte mein Auto heimgeschoben. Wird Autofahren bald ein Privileg der Reichen und wird man am Montag bald im Büro protzen: “Hej am Wochenende sind wir die 50 km an den Bodensee gefahren!”  und heimst dann neidische Blicke der Kollegen ein?  Auf dem kleinsten Kontinent in Westaustralien gilt diese 24 h Preisbindung auch bereits!

Ich frage mich bei diesem Lösungsvorschlag , ob das schon genügt, aber es ist zumindest ein Ansatz dem man nachgehen sollte, wie sich das dann in der Realität dann erweist , werden wir dann ja sehen!  Hoffen wir nur, dass es dann nicht als Argument für die Mineralölkonzerne hergenommen wird, daß man ja schon entgegengekommen wäre, wenn es nicht die erhoffte Durchschlagskraft aufweist und der Bürger nach mehr verlangt!

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4 responses to “Wir lieben den leckeren Sprit

  • BrowserXL

    Wir werden bald Wahlkämpfe wie in den USA führen und unsere Kandidaten daran messen, wie gut sie den anderen medienwirksam fertig machen.
    Außerdem werden sein gutes aussehen und die weißen Zähne die Hauptentscheidungsgrundlage sein, denn wenn wir beschissen werden, dann schon wenigstens von jemanden der gut aussieht.

    Mich trifft die Benzinkiste nur indirekt, aber auch hier sehe ich eigentlich nichts neues. Die Situation ist die gleiche wie eh und je, wir sind nur auf einem Niveau (und das ist keine Handcreme) angekommen, das man nicht mehr so richtig schlucken kann.

    Diese Datenbank und die Preisbremse ist sicher nicht die falscheste Idee, aber meines Erachtens auch wieder zu kurz gesprungen, denn was hindert die Mineralölkonzerne daran statt drei man am Tag 2 Cent drauf zu hauen einmal am Tag 10 Cent zu nehmen? Richtig niemand, denn so wirklich will die FDP es sich mit denen auch nicht vergrätzen.
    An Kurt Beck hat man gesehen, dass die etablierte Politik am Ende ihres Lateins ist. Sie haben kein Rezept für das Monster das sie selbst geschaffen haben und kotzen sich darüber sogar schon im Fernsehen aus.

    Auch Schlecker ist ein gutes Beispiel. Ich verstehe einerseits die Idee das Unternehmen nicht mit einer Transfergesellschaft stützen zu wollen, weil die Schlecker Dynastie dieses Unternehmen systematisch runtergewirtschaftet hat, aber das soll mal der liebe Rösler vielleicht auf einer Betriebsversammlung selbst erklären.
    Warum sind diese selbsterklärten Staatslenkerdeppen mal nicht auf die Idee gekommen die Transfergesellschaft an den Rücktritt der Schlecker zu binden. Da hätte der Mann mal beweisen können was ihn am Unternehmen und seinen Leuten liegt.

    Mein Ruhepuls ist schon wieder auf 250. Da kommt noch was *grml*

    • xxxx

      Browsie , im Fall Schlecker hast du mal wieder den entscheidenden Satz gesagt , von mir aus können Sie den Konzern ja stützen , aber nicht Anton und seine zwei Kinder, der Apfel fällt nicht weit von Stamm sage ich immer und ich nehme denen einfach nicht ab, daß sie es ehrlich meinen. Natürliuch tut es mir um die Arbeitnehmer leid aber grundsätzlich schau dir die Arbeitslosenzahlen mal an, wenn die nicht woanders unterkommen und vor allem zu besseren Konditionen würde mich das schon wundern.

  • BrowserXL

    Meinst du? Wir sprechen hier von 12000 Menschen und diese sind leider im Großen und Ganzen im Niedriglohnsektor mit geringer Qualifikation angesiedelt. Guck dir den Einzelhandel doch an. Kaum gelernte und immer mehr Teilzeit. Ist ja billiger, und der gelernte Einzerlhandelskaufmann sitzt auf der Straße und popelt in der Nase nachdem er als Azubi für ein Hungerlohn gepuckelt hat.
    Es geht einfach viel zu viel schief in diesem Land.

  • xxxx

    Nun in jedem anderen Fall würde ich ja der ganzen Sache zustimmen , aber schau dir doch an wies läuft , die Kinder wolen jetzt den Konzern “SCHULDENBEREINIGT ” übernehmen und suchen noch einen Co Investor , wo sind denn all die Lippenbekenntnisse hin , als der Senior meinte , sein ganzes Privatvermögen sei weg , natürlich was wir alle schon vorher wussten , er hat nix aber dafür seine Kinder , so macht man das und deswegen auch die Planinsolvenz , schon der Begriff hat mir damals Schauer den Rücken runterlaufen lassen, geplant war das alles und das ist genau der Punkt , meinst du die hatten nicht geplant, daß es zu diesen Massenentlassungen kommen wird, das hatten die sicher auch auf Ihrem Masterplan und so eine Übernahmegesellschaft war das Ziel , gut daß man denen in die Suppe gespuckt hat. Für mich gehört der Name Schlecker und die Personen aus dem Unternehmen eliminiert, alles was damit verbunden ist hat einfach ein schwäbisch gesagt Gschmäckle , denen liegt doch nach wie vor nichts an Ihren Mitarbeitern und deswegen verdienen sie auch keinerlei Unterstützung. Nur die entlassenen Mitarbeiter verdienen diese und niemand anders ! Aber die können sie auch gerne haben.

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