Roger Willemsen – Die Enden der Welt


Da ich ein großer Fan von Reiseerzählungen bin, habe ich dieses Buch ausgeliehen in der städtischen Bibliotek, ohne eigentlich zu wissen was mich da eigentlich erwartet; Willemsen kannte ich nur aus seiner Zeit bei dem Bezahlsender Premiere, als er eine eigene Show hatte und Interviewgäste ihre letzten Geheimnisse entlockte, schlaues Kerlchen dachte ich, das mag sicher interessant sein welche Ziele er da auserkoren hatte um sie hier als Enden der Welt zu präsentieren.

Er beginnt und endet sein Werk mit zwei Personen, einem kleinen Jungen, todkrank den er in einer Klinik besucht und einer Dame Ende 50 , tödlich depressiv. Während der Junge sich sein Ende nicht aussuchen kann, wählt die Dame den Freitod, unterschiedlicher kann das Leben nicht sein.

Dazwischen Geschichten von den unterschiedlichsten Plätzen der Welt , gottverlassene Gegenden und Metropolen , in denen man jedoch einsamer ist, als man es sich vorstellen kann, die Gemeinsamkeiten sind unübersehbar.

Sind die Enden der Welt Plätze der persönlichen  Isolation ? Für den Autor wahrscheinlich, ich kann das nur so herauslesen und für mich vermuten.

 

Roger W. zu lesen ist anstrengend, während ich viele Bücher regelrecht verschlinge, liest sich das hier sehr anstrengend, man muss darüber nachdenken was er schreibt und stockt vielfach, weil man das Gelesene erst verarbeiten muss, wenn mir hier jemand widerspricht dann hat er das nur überflogen, ohne das Gelesene je aufgenommen zu haben.

Roger W. zu lesen ist anstrengend , er ergeht sich vielmals in Bildern die er sprachlich ausschmückt, man ist versucht ein Wörterbuch neben sich zu platzieren, viele Ausdrücke sind nicht einfach zu verstehen, man muss zweimal drüberlesen um den Sinn zu kapieren und man muss seiner Phantasie freien Lauf gewähren um die Bilder nachzumalen, die dieser Mann auf Papier gebracht hat .   Anstrengend und manchmal sogar etwas schwülstig , definitiv keine einfache Literatur und sicher kein üblicher Reisebericht , sondern eher Reiseprosa.

Mich hat  das Buch aber dennoch  angesprochen, denn es verbergen sich doch einige Geschichten darin, die den eigenen Horizont erweitern, Details zu Ländern die man eben erfahren wollte, die über einen normalen Reisebericht hinaus gehen;   es sind ja nicht nur Daten und Fakten sondern die Geschichten und Bräuche fremder Kulturen die mein Interesse wecken und die erzählt er zuhauf.

Was das für ein komischer Kauz ist, dieser Roger W. davon werde ich mir ein persönliches Bild machen, er hält einen Autorenlesung im Mai in Tuttlingen, eine Karte für den vordersten Platz habe ich mir schon besorgt, hoffen wir mal dass der Abend so erbaulich ist wie ich mir das vorstelle , wenn nicht dann schicke ich ihn an mein persönliches Ende der Welt !

Über Stan

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