EHEC – Einer Hat Echt Cohones oder Echte Helden Essen Cucumber ^^ Bewusster Leben


Wenn  zur Fastenzeit, die Leute  auf bestimmte Speisen oder Getränke oder sonstige Dinge verzichten, wird jeder denken :

Ja das ist toll, sich mal wieder aufs Verzichten zu konzentrieren. Man zeigt dadurch : Ja ich kann, wenn ich will , bedeutet auch

eine gewisse Charakterstärke. Und mal ganz ehrlich , nach einer langen Zeit des Verzichts, schmeckt doch alles viel besser und intensiver!

Aktuell fastet die ganze Nation und scheut die Gurke , die Tomate und den Salat, wie der Teufel das Weihwasser. Wieder einmal haben wir

einen Lebensmittelskandal, wobei die tatsächlichen Übeltäter noch nicht gefunden sind, mit wirklich üblen Folgen für die hiesige und die

europäische Landwirtschaft. Die Bauern kippen das nichtverkäufliche Gemüse , entweder vor die deutsche Botschaft ( die spanischen Bauern ) oder bringen es zur

Verwertung in Biogasanlagen oder pflügen es einfach unter; was für eine Verschwendung  !

Ich frage mich momentan, wie lange diese Lage noch anhält, ähnliche Probleme hatten wir ja im Vorfeld auch schon ich erinnere mal kurz:

2011–  EHEC

2011– Dioxin in Eier

1. September 2006-Staatsanwälte, Polizeibeamte und Veterinäre durchsuchen die Büros und Kühlhäuser eines Schlacht- und Zerlegebetriebs in Deggendorf, im Landkreis Passau und in Regensburg und stellen rund 40 Tonnen teilweise vergammeltes Fleisch sicher.

31. August 2006-Polizei und Staatsanwaltschaft stellen bei einem bundesweit tätigem Münchner Döner-Großlieferanten tonnenweise Gammelfleisch sicher, dessen Haltbarkeitsdatum zum Teil bereits vor vier Jahren abgelaufen war.

Januar 2006-Wegen verfaulter Fleischproben ruft das bayerische Verbraucherschutzministerium Wild-Produkte der Firma Berger Wild aus Passau zurück. Die Staatsanwaltschaft Landshut nimmt die Ermittlungen auf. Dem Betrieb wird die weitere Verarbeitung von Wild verboten.

Oktober/ November 2005-Der Ekelfleisch-Skandal erstreckt sich von Nordrhein-Westfalen bis Bayern. Im Fall eines Gelsenkirchener Fleischhändlers, der 390 Tonnen Gammelfleisch verkauft haben soll, erhebt die Staatsanwaltschaft Essen im August 2006 Anklage.

März 2005-Überlagertes abgepacktes Hackfleisch wird in zwei Real-Supermärkten umetikettiert.

2004-In Gewürzen aus Indien und der Türkei, aus Osteuropa und ehemaligen Sowjetstaaten findet die Lebensmittelüberwachung neue, teilweise Krebs erregende Farbstoffe.

2004-Eine Firma in Stahnsdorf südlich von Berlin versieht über längere Zeit systematisch überlagerte Lebensmittel mit neuem Haltbarkeitsdatum und bringt diese in den Handel.

2002-Rewe nimmt mit Nitrofuran belastete „Salto“-Hähnchen-Nuggets aus den Regalen.

2002-Mit synthetischen Hormonen gemästete Schweine aus den Niederlanden werden nach Deutschland importiert und gelangen in den Handel.

2002-Nach Nitrofuran-belastetem Geflügel aus Brasilien taucht in Deutschland auch Fleisch aus thailändischer Produktion auf, das mit derartigen Antibiotikum-Rückständen belastet ist.

2002-In Deutschland wird das verbotene und Krebs erregende Unkrautvernichtungsmittel Nitrofen in Öko-Getreide nachgewiesen, das in die Nahrungskette gelangte.

2001-Shrimps aus Asien sind stark mit dem verbotenen Antibiotikum Chloramphenicol belastet.

1996-Mit Nikotinrückständen belastete Eier der Hühnerfarm von Anton Pohlmann gelangen in den Handel.

1994-In Babyreis wird das Pestizid Lindan nachgewiesen.

1993-In Kaufhäusern und Supermärkten taucht durch hygienische Mängel in Schlachthöfen verdorbenes Fleisch auf.

1989-In französischen Weichkäsesorten und deutschen Leberpasteten werden Listeriose-Bakterien nachgewiesen.

1987-Der Larvenbefall von Seefischen mit Nematoden verunsichert die Verbraucher.

1985– Stuttgarter Behörden warnen vor Nudelprodukten, bei deren Herstellung Bakterien und Hühnerkot verunreinigtes Flüssigei verwendet wurde.

1985– Glykol Skandal – Wein aus Italien taucht auf dem Markt auf, der mit einem Frostschutzmittel gestreckt wurde

1980 – Wachstumssteigernde Östrogene werden in Kalbfleisch gefunden

– ich habe nur einen Teil der Reihe aus der RP online kopiert , tatsächlich waren es noch mehr , minder schwere Fälle,  die ich so nicht mitbekommen habe

nicht erwähnt sind dabei H1N1, BSE, SARS , dich ich jetzt aber nicht direkt als Lebensmittelskandal gewertet habe , die aber mehr oder minder mit dieser Sache zu tun haben,

denn wenn man sich die Liste oben betrachtet, wird einem klar, alle haben direkt eine gemeinsame Ursache; Auslöser der meisten Skandale ist nicht Mutter Natur , die plötzlich

zurückschlägt , sondern Auslöser waren immer wir selber , die Menschen und insbesondere diejenigen, die den Hals nicht voll bekamen und mit unlauteren Mitteln versuchten

Ihre Gewinnspanne zu vergrössern und das auf Kosten der Gesundheit Ihrer Kunden und Konsumenten!

Ich frage mich, wie können wir wieder Vertrauen gewinnen zu den Produkten, frage mich persönlich was würde ich am ehesten kaufen. Produkte aus dem Inland vertraue ich momentan

noch am meisten, aber vermisse  noch im Supermarkt eine genaue Ursprungsangabe.

Aus dem Kennzeichnungsrecht:

Seit dem 01.01.2008 ist für praktisch alle Arten von Obst und Gemüse (Ausnahme bei Bananen) der Ursprung, also das Land, in dem das Lebensmittel erzeugt worden ist, zwingend anzugeben. Dies gilt sowohl für Fertigpackungen als auch für lose Ware.

Die Ursprungsangabe des Erzeugnisses darf nicht mit der Angabe des Sitzes des Herstellers der Packung verwechselt oder gleichgesetzt werden; durch die Verpackung / Aufbereitung in einem anderen Land ändert sich der Ursprung des Erzeugnisses nicht.

Die nationale Ursprungsangabe kann wahlfrei ergänzt werden durch regionale Angaben über das Anbaugebiet (z.B. „Kanarische Inseln“ oder „Pfalz“).

Die Ursprungsangabe auf dem „Schild neben der Ware“ muß grundsätzlich eindeutig und zweifelsfrei dem betreffenden Erzeugnis zugeordnet werden können. Alternative Angaben (z.B. bei Kiwis „Griechenland/Italien“) sind bei loser Ware unzulässig; der Verbraucher hätte keine Möglichkeit, den Ursprung der von ihm ausgewählten Ware festzustellen.

Bei Erzeugnissen in Fertigpackungen kann eine alternative Ursprungsangabe auf dem Schild am Regal dagegen toleriert werden, weil jede Packung ohnehin eine eindeutige Ursprungsangabe aufweisen muß

Warum unterlassen die das, ich bin der festen Überzeugung , daß die Kunden regionale Produkte kaufen würden, aber mangels genauer Aufklärung momentan darauf verzichten.

Unabhängig davon , halte ich es eh für ausgemachten Schwachsinn im Sommer , Gemüse aus Spanien heranzukarren, schon allein der Umwelt zuliebe, sollte man da heimische Produkte

vorziehen, aber wie gesagt , hier müssen die Ketten noch Ihre Hausaufgaben machen, daß sie das noch nicht erkannt haben, wundert mich!

Kommen wir zum Anfang zurück , was tun deutscher Michel , das Risiko eingehen und wieder anfangen zu konsumieren , an die Salatbar marschieren und sich nen Teller aufschöpfen

den Helden spielen ^^

oder lassen wir die Produzenten noch etwas schmoren, etwas über die Nachhaltigkeit Ihrer Produkte nachdenken und erwirken dadurch vielleicht auch ein Umdenken der hiesigen

Großmarktketten.

Ich bin ehrlich gesagt ratlos , aber über eines bin ich mir sicher , der nächste Gurken -Tomatensalat mit Feta kommt bald wieder auf den Tisch auch wenn man dann bei jedem Bissen

noch ehrfürchtig nachdenkt ob der drohenden Konsequenzen, wenn es schief geht. Dann bin ich eben ein Opfer der Evolution , ich bin sowieso der Meinung dass die natürliche Auslese

schon lange einer unnatürlichen menschlichen Auslese Platz machen musste , nicht ganz, aber zu einem großen Teil . Die Menschheit ist zunehmend ihr eigener Richter und Ihr Henker.

Eigentlich glaube ich nicht wirklich dass es mich erwischt !! Irgendwie widerspricht dies meinem gesunden Menschenverstand .

Wenn ich dann in die nächste Gurke beisse denke ich an Thoreau :

„Ich ging in die Wälder, weil ich bewusst leben wollte.
Ich wollte das Dasein auskosten. Ich wollte das Mark des Lebens einsaugen!
Und alles fortwerfen, das kein Leben barg, um nicht an meinem Todestag
Innezuwerden, daß ich nie gelebt hatte.“

Guten Appetit !

Über Stan

my other blogs : http://xworldmusic.wordpress.com (co -author) http://worldonfirerecords.wordpress.com/ Zeige alle Beiträge von Stan

One response to “EHEC – Einer Hat Echt Cohones oder Echte Helden Essen Cucumber ^^ Bewusster Leben

  • BrowserXL

    Eigentlich wundert mich bei diesem Skandal gar nichts mehr. Die Planlosigkeit der Behördern, die Ilse, die zu retten versucht was geht, aber erneut scheitert, die Verunsicherung aller Konsumenten, die durch das meinungsbildende Blatt Nummer 1 in Deutschland immer weiter angeheizt wird und irgendwo in Deutschland (denn danach siehts ja im Moment doch eher aus, nach der Infektionslage zu urteilen) sitzt jemand, der eine Menge Geld eingestrichen hat und sollte er gefunden werden vielleicht mit 2 Jahren auf Bewährung rechnen kann.

    Eigentlich sind wir ja selber Schuld. Die industrielle Nahrungsmittelproduktion lädt solche Fehler/Fehlverhalten etc. doch schließlich ein. Hauptsache unser Essen landet billig auf dem Tisch. Ich kann mich auch nicht davon freisprechen, aber vielleicht wird es Zeit für ein gewisses Umdenken.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: