Trampen ….. nach Norden ( Teil 2 von Rödbyhavn nach Kopenhagen)


Jetzt waren wir also in Dänemark, es ist doch schon komisch, kaum überschreitet man einige Meter die Staatsgrenze eines fremden Landes und plötzlich wirkt alles so fremd, teilweise sogar die Vegetation.

 

Wir packten am Folgetag wieder unser 2-Mann-Zelt ein und stellten uns , nachdem wir den Campingplatz bezahlt hatten an die Straße in Rödbyhavn. Ca. eine halbe Stunde später pickte uns ein älteres Ehepaar auf , ( was heisst hier älter die waren sicher nicht älter als ich heute ^^ ) und nahmen uns mit in Richtung Kopenhagen, nachdem wir unser Reiseziel mühevoll mitgeteilt hatten, den das Pärchen sprach nicht eine Silbe deutsch oder englisch, was ja dort ziemlich selten ist. Da kam zum ersten Mal unsere Mini-ausgabe des Langenscheidts Übersetzer Deutsch -Dänisch/Dänisch Deutsch zum Einsatz , den ich heute noch besitze. Gebracht hat das aber nicht viel, ausser Dag (was soviel wie Danke heisst ) weiss ich bis heute nichts mehr, Smörebröd iss norwegisch ^^.

Leider wurde das Wetter , je weiter wir nordwärts fuhren immer schlechter und irgendwann hatten wir herausgefunden, daß unser Ehepaar nicht bis nach Kopenhagen fuhr, sondern ca 50 km vorher einen Bogen um Kopenhagen fahren würde, das hatten wir nach vielen Blicken auf die Karte und großen Hand und Fuß -gesprächen , irgendwann mal herausgefunden. Dann fing es auch noch zu regnen an und hier schlug wieder einmal das Schicksal zu, das wohl kinderlose Ehepaar hatte wohl derart einen Narren an uns zweien gefressen, daß Sie uns dann irgendwann mal bedeuteten, daß Sie uns bis nach Kopenhagen fahren würden; wir waren überglücklich, das muss man ja wohl nicht erwähnen, denn die Autobahn in Dänemark ist zum Trampen so geeignet , wie ein Alpengletscher zum Tretbootfahren……..Pampa nur Pampa .Wieder einmal auf dieser Reise erfuhren wir wie schön es sein kann wenn hilfsbereite Menschen sich um dich kümmern und dir Ihre Hand reichen………..also denkt daran, wenn ihr mal jemand die Hand reichen könnt , dann zögert nicht!

Am frühen Nachmittag erreichten wir dann Kopenhagen und eines der ersten Dinge die wir  von Kopenhagen gesehen haben war …… eine kleine Meerjungfrau, das Wahrzeichen der Stadt Kopenhagen.

Wir verabschiedeten uns von unseren neugewonnen Stiefeltern mit einer Million Dag Dag und nochmal Dag ……………..

 

Unser Weg führte uns am Fluß entlang , sozusagen an der Promenade vorbei an der Amalienburg , der Stadtresidenz des dänischen Königshauses und dann bogen wir ab in Richtung Stadtkern zu einer der ältesten und längsten Fußgängerzonen Europas ( was mir damals noch nicht so präsent war ) dem Ströget , im Herzen von Kopenhagen.

Klar , dort war alles überlaufen , voller Touristen und Menschen auf Shoppingtour, was wir sahen gefiel uns außerordentlich gut!

Wir kramten die Telefonnummer von Paul raus und riefen ihn an , Paul arbeitete in einer Bibliothek und war auf Arbeit, daher erklärte er uns telefonisch den Weg und informierte uns, wo wir dann den Schlüssel finden konnten , wenn wir seine Wohnung gefunden hatten. Wir nahmen dann einen Bus bis zu seiner Wohnung , es war eine Riesenausfallstraße aus der Stadt hinaus und fanden nach kurzer Suche auch seine Wohnung in einem Mehrfamilien-reihenhaus, nahmen erst einmal von der Wohnung Beschlag und luden unser Gepäck aus. Für den Abend hatten wir uns dann in der City mit ihm verabredet, wir sollten ihn spätabends abholen von seinem Zweitjob in einem Restaurant wo er mit seiner Band Unterhaltungsmusik spielte. Nachdem wir uns gerichtet hatten, machten wir uns wieder auf in Richtung City und flanierten um die Zeit totzuschlagen erstmal in der City umher, gönnten uns ein Bier und mussten eines feststellen , was wir vorher schon andeutungsweise gehört hatten, das war wirklich teuer in Dänemark und was uns später gegenwärtig wurde , nicht nur das Bier!

Ca. gegen 23 Uhr machten wir uns dann auf um das Restaurant zu suchen , in dem Paul arbeitete, wir hatten unsere Mühe, das endlich zu finden und standen dann vor so einer Tür, das war ja fast wie im Film ……wie zu Zeiten der Prohibition in den USA mit Sichtfenster , unglaublich^^Nachdem wir dem Türwächter erklärt hatten, wer wir waren und was wir wollten, ließ er uns dann auch ein, durch die Tür gings und dann eine Treppe in den Keller, eine Kellerbar/Jazzschuppen, dachten wir. Eine mächtige Tür versperrte uns den Weg und als wir dann eintraten schwappte uns bayrische Bierzeltmusik entgegen und eine großbusige Kellnerin balancierte große Einliter-Humpen mit Bier an uns vorbei, wir dachten wir wären im Hofbräuhaus und das mitten in Kopenhagen, Dänemark! Wir hatten Durst ! Und die Musi spielte dazu , Paul saß am Keyboard und eins zwoi gsuffa, saßen wir neben einigen Japanern und maßen uns in der Einliter-Klasse , Bayern ist halt überall ^^Nach dem Genuß eines Liters wasweißich -Bier hatte auch Paul Feierabend gegen Mitternacht und er entführte uns dann noch auf einen Absacker in eine Jazzbar; ein Schwarzafrikaner saß am Piano und er sang uns ein Stück, daß mir bis heute noch im Kopf blieb, der Titel hiess „Black Roses“ und er sang das gut, ich habe immer mal wieder gefahndet, ob ich den Titel heutzutage auf Youtube wiedererkenne, leider ohne Erfolg …..

Wir gingen dann zufrieden nach Hause und freuten uns schon auf den kommenden Tag , wir hatten noch einiges vor , der Start war auf jeden Fall schon mal erfolgversprechend gewesen und machte Lust auf mehr !

Über Stan

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