Southside Festival 2012 – Tag 2 – Freitag – Gregor – das Wetter – die Gutmütigkeit der Anderen und mein Auto


Guten Morgen ! Freitag morgen , so nach ca 4-5 Stunden Schlaf , wachte ich auf , irgendwie kann man nich pennen im Zelt , wenn die Sonne scheint , das erhitzt die Atmosphäre sofort nach Sonnenaufgang auf gefühlte Saunatemperatur. Nachdem ich mich noch mehrmals hin und her gedreht habe, gab ich den Versuch auch auf weiterzupennen, es nützt nichts – Zelten ist scheissssssseeee . Das ging wohl nicht nur mir so , sondern auch den anderen Zeltnachbarn ringsrum , denn als ich aufstand blieb ich auch nicht lange alleine und nahm dann mit Caro, Willy , Natti und den anderen erstmal nen Instant-cappucino ein. Der erste Gang war dann auch auf die Toilette , lecker Dixie Klo , den Gang hatten wohl vor mir bereits  auch ein paar andere getan – vor manchen Buden standen bereits schon ein paar Leute an , gingen rein und kamen unverrichteter Dinge wieder raus – „Da willst du nicht rein !“ hmmmmmm in der Nacht wurde ja genügend konsumiert und alles musste ja auch irgendwann mal wieder raus , Alkohol und Essen aus Dosen sind wahre Verdauungsbeschleuniger , entsprechend waren die Häuschen bereits morgens gut befüllt , aus manchen grinste dich das Häufchen vom letzten Benutzer bereits aus der Schüssel an , und das bereits am ersten Tag des Festivals , na super ! Ich bin in solchen Situationen wirklich froh dass ich ein Mann bin , wirklich wirklich wirklich froh.

Auf dem Rückweg zum Zelt , kurz bevor ich abbiegen musste , spielte einer Gitarre , hmmm der hatte es wirklich drauf , ich besah mir das Teil etwas genauer und aha , das war ja Gregors ( oder wie der auch immer hiess ) Diebesgut ( auf der Gitarre waren die Initialen TS eingeprägt , daher erkannte ich die wieder ) , aber der Typ,  der spielte war definitiv nicht Gregor ! Ich machte dem Gitarrenspieler die Besitzverhältnisse klar und er meinte nur : „Naja die hab ich heute morgen hier im Dreck gefunden !“ Gregor ( so war wohl sein Name ) hatte wohl schnell das Gefallen an der Klampfe verloren und die halt bei erstbester Gelegenheit abgelegt . Ich ging schnell rüber zu Willy aus Horb und erntete mit meiner Entdeckung ein großes Dankeschön , Willy war ja echt geknickt am Vortag, man spürte sichtlich seine Erleichterung. Wir gingen dann gemeinsam die Gitarre abholen und brachten die zu dem Pfälzer Andre ; na was soll ich sagen, besser kann doch so ein Morgen gar nicht beginnen ! Ich war der Held des Morgens und ehrlich  , ich hatte bereits am Vorabend das Gefühl , daß ich das Ding finden werde , wie sagte mein Schwiegervater ( der liebe Gott hab ihn selig )  dann immer “ der heilige Antonius ( der Heilige für alles Verlorene )  wirds schon richten ! “ Oh wie Recht er doch hatte , man muss nur daran glauben !

Das Wetter war , wie ich schon angedeutet hatte , wesentlich besser als am Vorabend, die Vorhersage deutete auf ein trockenes Wochenende mit viel Sonnenschein hin- tolle Aussichten ! Die Mädels trudelten dann am Nachmittag auch ein und wir konnten uns dann gemeinsam auf den Weg machen zum Festivalgelände – mein Ziel war heute zuallererst – The Komputers . Als wir das Zelt betraten spielten Sie dann auch das mir bekannte Stück – was für ein Glück – Music is Dead .

Das fing ja gut an ! Leider war mein Kamera – Akku bereits am Vorabend leer (Pech gehabt )  daher nur eine Aufnahme mit dem Handy gemacht , egal die waren echt heiss !

die nächsten Band am diesem Tag waren dann Lagwagon , Thees Uhlmann . Florence & the Machine , Band of Skulls ,Busy P. ,  die Ärzte und Bonaparte, man kann einfach nicht alles sehen aber was ich gesehen habe , war einfach genial , lediglich von den Ärzten war ich enttäuscht , iss eben noch nie mein Ding gewesen . Bonaparte hatte ich am Nachmittag noch bei der Autogrammstunde gesehen , hier nen Photo , zum Autogramm kam es leider nicht , der Security Mensch meinte, daß er vor uns 5 verbliebenen Hansele , den Zugang sperren müsste , egal , man kann nicht alles haben!

Highlights an dem Tag waren auf jeden Fall „Band of Skulls “ selten so eine virtuose Truppe gesehen .

Alles geht irgendwann zu Ende , ich musste dann auch gegen Halbeins die Heimreise antreten; meine Füße waren bereits derart in Mitleidenschaft gezogen worden , die viele Lauferei hinterliess Ihre Spuren , ich hatte am rechten Fuß eine Riesenblase , die bei jedem Schritt schmerzte , ich machte mich trotzdem auf den Weg zu meinem Auto , raus aus dem Gelände bis in die Stadt , ca 5 km  Fußweg. Schmerz lass nach ! In Neuhausen angelangt , wunderte ich mich nicht schlecht , der Sound war hier ja fast besser als auf dem Festival , der Wind stand günstig , wehe dem Einwohner von Neuhausen, der nicht auf Fritz Kalkbrenner steht!. Kurz bevor ich bei meinem Auto ankam , meldete sich mein Handy „piep piep Akku geht zur Neige ! “ Macht nichts !  dachte ich , gleich biste daheim , dann kannste das wieder richten und lief weiter . Bei meinem Auto angelangt , wollte ich die Beifahrertür öffnen ,( ihr erinnert euch war ja nicht abgeschlossen) und zog am Türgriff und „Nene das darf nicht sein , nix geht !“ Keine der Türen liess sich öffnen , irgendein Nachbar hatte wohl mein Auto inspiziert und gedacht , hej das iss ja offen , ich tu dem Besitzer  mal was Gutes und drück die Knöpfe runter und schliess das ab!  Danke schön lieber Nachbar ! großen Gefallen du mir erwiesen hast , ich stand neben dem Gefährt und war kurz vorm Heulen , das gibts doch nicht! Ich wollte meine Frau anrufen , zieh mein Handy , wähl die Nummer und „piep piep piep ich hab dich nicht lieb ! verabschiedet sich auch noch der Handyakku. Tja was tun , mit meinem Rucksack und meinem Kissen unterm Arm wollte ich ein Auto anhalten, das die Straße heraufkam , der Fahrer sah mich und dachte sicherlich : „Unrasiert und ein Kissen unter dem Arm – ein afghanischer Schläfer und Rucksackbomber !“ schnell beschleunigen und vorbei an dem Terroristen !. Super , echt super , ich setzte mich erstmal auf eine Mauer und dachte dann , okay hilft nix,  du musst zurück in die Stadt , irgendjemand wird ja wohl ein Telefon haben, damit ich den ADAC anrufen kann. So getan und ich humpelte wieder zurück in die „City“ . Vor einem Haus hielt ein PKW , ich fragte den Fahrer ( sichtlich der Bewohner des Hauses ) wo ich telefonieren könnte , ich habe eine Autopanne . „Da oben ist eine Telefonzelle am Rathaus !“ sprachs und verschwand in seinem Haus . Danke lieber Neuhausener Bürger , mein nächstes Terrorziel ist deine Hütte !. Ich lief also den Hang hoch und oben angelangt , weit und breit kein Telefon. Ein anderer Neuhausener Passant kam mir entgegen und auf die Frage nach der Zelle , zeigte er nur auf die Ecke beim Rathaus und meinte nur : “ oh , letzthin stand hier noch eine !“  Handy hatte er auch nicht, warum auch , die hatten ja noch bis vor kurzem eine Telefonzelle am Rathaus haha , der ging bestimmt am nächsten Tag in den Media Markt und hat sich nen Prepaid Handy besorgt , bla bla haha .  Aber dann der erste Lichtblick , ein Italiener vor einer Gastwirtschaft , Italiener haben immer ein telefonino und Tatsache , die Italienisch-Afghanische Freundschaft funktioniert – er liess mich mit seinem Handy den ADAC anrufen , die Nummer kannte ich bereits auswendig , in den letzten 4 Wochen musste ich meinen Wagen bereits zweimal vom ADAC  abschleppen lassen – Mercedes Benz , i love you ! “ Die nette Dame vom ADAC meinte nur “ Gehen Sie zurück zu Ihrem Fahrzeug , in einer Stunde ist ein Pannenhelfer vor Ort “  Gehen ? Humpeln , Kriechen ! jaja ich tu alles was du willst mein gelber Engel , kein Problem ! . Nach einer Stunde kam tatsächlich ein Abschleppwagen , dem musste ich erstmal die Situation erklären , schliesslich hatte der sowas ja auch nich alle Tage . Er telefonierte dann mit seinem Chef und zog dann aus dem Wagen eine Einbruchhilfe aus dem Gepäckraum , hebelte die Tür einen Spalt auf und öffnete dann mit einer Stange die Tür , aha so geht das ! Er lud mich dann ein, in sein Fahrzeug zu sitzen und das Protokoll auszufüllen , für die Abrechnung mit dem ADAC , hoppla , er hatte das Formular in der Werkstatt vergessen , tja Pech gehabt , ich musste ihm dann wohl oder übel folgen bis in die Werkstatt , ach komm alles kein Problem , ne nich ! Dort angekommen bot er mir einen Kaffee an , es war mittlerweile halb vier , „Danke sehr , ich willl bloss noch heim , danke !“ Unterschrieben und in das Auto gesetzt , nur noch heim , nur noch heim ! Daheim angekommen die Karre in die Garage gesetzt , ins Haus rein , nach oben ins Bett . Meine Frau fragt noch “ Wo kommst du jetzt noch her ? “ Ich antworte nur “ Frag nicht , ich erklär dir das morgen früh !“ Schlafen nur noch Schlafen ! Gute Nacht !

Bei der Schilderung,  stehe ich inzwischen auf der Fahndungsliste beim Militärischen Abschirmdienst (MAD ) hinsichtlich der Verwendung von allen erdenklichen Worten , wie „Schläfer , Al Kaida , Bombe , Schläfer , Rucksackbomber , Afghanistan usw. “ egal ich muss mich wohl damit abfinden .🙂

Über Stan

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