Mini Rock Festival Horb 2012 – Samstag


Die Nächte sind kurz auf Festivals , gegen 3 Uhr morgens versuchte ich den ersehnten Schlaf zu finden, da aber unsere Zeltnachbarn heftige Diskussionen bis in die Morgenstunden führten, war das leichter gesagt als getan. Nun zumindest wurde ich beiläufig über die Lebensgeschichte einer gewissen „Agnes“ informiert – Agnes hier und Agnes da , irgendwann erlöste mich dann aber tatsächlich die Müdigkeit und ich fiel in einen komaartigen Schlaf in dem ich wahrscheinlich immer wieder aufschreckte und laut „AGNES “ schrie ( so stell ich mir das zumindest vor dass es gewesen sein könnte ) Fürhmorgens ca gegen halb acht , konnte ich dann meine Neugierde nicht mehr im Zaum halten und quälte mich aus dem Schlafsack und mein erster Gang war nicht der zur Toilette sondern der zu den Nachbarn , ich musste einfach „Agnes “ kennenlernen. Agnes ist ca 18 Jahre alt und blond und ich weiss jetzt alle intimen Dinge deines Lebens über dich , wenn du das hier liest , HA !!!!

Das Beste an Festivals ist , man hat selber keine Hemmungen Leute anzusprechen ,aber das Schlimme daran , die anderen haben auch keine Hemmungen dich anzusprechen, das kann bisweilen eine Bereicherung sein oder auch nicht, wie sich das am Vorabend eben darstellte  : Bei einem kühlen Bierchen saß plötzlich eine Kerlchen mit nem Krauskopf neben mir,  der sich als „Philippe aus Venezuela “ vorstellte.  Gemäß seinen früheren Lebensstationen redete er gebrochen Ösideutsch und Bayrisch und versuchte uns mit einem „Sigge Sagge Sigge Sagge – Hoi Hoi Hoi “ in Stimmung zu bringen, die Stimmungskanone die ! Er Fragte nach dem Namen eines Bekannten und ich fragte ihn „He wer ? “ und daraufhin hiess Jonas nur noch “ Hewer“  , mein Neffe Jan wurde tituliert als „der mit der Glasse“ was wir mit etwas Stirnrunzeln quittierten, wir kamen erst später drauf was er eigentlich damit meinte – Jan hat volles Kopfhaar  aber ist Brillenträger. Mein Resumee : es gibt nichts schlimmeres als besoffene Venezuelaner , die Leute gelten laut einer Umfrage als die glücklichsten Menschen der Welt , ich war der glücklichste Mensch in Deutschland, als der schließlich abzog.

Nun kommen wir aber zu den angenehmeren Leuten,  unseren Zeltnachbarn aus Dunningen und ein paar Konditorinnen aus Freudenstadt und Umland , selten habe ich mich so gut unterhalten. Bei ner Tasse Instantkaffee kann man ja auch nett plauschen und die Würstchen auf dem Einweggrill schmeckten auch fabelhaft mit einem Klacks Ketchup-Senf (wer das erfunden hatte sollte nen Preis bekommen, ehrlich). Die Zeit schritt voran und da wir einen klaren Plan hatten wen wir noch gerne sehen wollten gingen wir auch gegen drei Uhr nachmittags Richtung Festivalgelände . Einige Leute vergnügten sich auf dem Weg mit einr ausgelegten Zeltplane.

Kurz vor dem Ausgang des Zeltplatzes , hatte sich eine Band aufgebaut und hatte Ihre eigene PR maßnahme gestartet um möglichst viele Zuhörer für Ihren Gig zu werben- Simsin – nice

Kleiner Zwischenfall noch vor dem Zeltplatz – der gesammelte Müll enthielt wohl noch ein paar entflammbare Ingredenzien , was die örtliche Feuerwehr auf den Plan rief um den kokelnden Müllcontainer zu löschen

Da hiess es erstmal Staub fressen – Wetter war übrigens phänomenal , auf dem Festivalgelände fläzten wir erstmal in der Gauloisius Lounge und dort beobachtete ich eine Gruppe , die sich um Ihren Guru versammelt hatten und ihm ehrfürchtig lauschten, das entpuptte sich als eine Meet & Greet mit Keule – Keule iss nen Duo aus Berlin und die beiden beantworteten alle möglichen Fragen und Keule verriet auch sein größtes Geheimnis – er kann nicht wirklich Ukulele spielen!

wir hatten seinen Gig verpasst , aber bildet euch selbst ein Bild ob das ein Verlust iss – 13 Millionen Youtube Klicks ? vielleicht doch ein Fehler

wir enterten später das Partyzelt – leider zu spät wie sich herrausstellte – De Staat aus den Niederlanden hatten schon ohne uns angefangen , ich bin zwischenzeitlich untröstlich , die waren und sind , das habe ich sofort erkannt verkannte Genies  und Ihr Auftritt sehr cool. In den Nioederlanden sind die schon eine richtige Größe was auch die vielen Preise , die sie schon abgeräumt hatten beweisen – in der Restwelt sind sie noch relativ unbekannt – Leute setzt die auf eure Liste , da geht noch was . Nach dem Gig kaufte ich mir noch Ihre aktuelle CD „Machinery“ und liess mich noch mit denen ablichten. Wie sich herrausstellte ist der Gitarrist ein Landsmann(Kroate ) von mir und kommt aus einem Ort der gerade mal 5km entfernt ist – die Welt ist klein!!!

Ich prophezeie dieser Band noch einen Riesenerfolg , überzeugt euch selbst

Nach de Staat , ging auch gleich die Post ab mit Itschy Poopzkidz , das Trio hatte ich bereits auf dem Taubertal Festival 2011 gesehen und die haben mich damals schon weggehauen mit Ihrem Fun-Punk und vor allem mit Ihrer Bühnenshow , die geben tatsächlich alles und binden Ihr Publikum gänzlich ein- da wird alles zelebriert – Circle Pit – Pogo -Wall of Death , da wird einem nich langweilig bei. Eine der besten Live Bands die ich kenne

Nach Itchy gabs noch nen kleinen Umbau und dann sollten Kraftklub auftreten, die hatte ich zwar schon gesehen auf dem Southside , aber nur auf der Großbildleinwand , das Zelt war total überfüllt und gesperrt;  was für eine Fehlentscheidung der Verantwortlichen die ins Zelt zu verbannen statt auf die Außenbühne, naja Kraftklub hatte im Vorjahr bereits auf dem Mini Rock gespielt und das gemäß Ihrer damaligen Popularität eben auch noch im Partyzelt. Seit letztem Jahr hatten die aber enorm an Zuspruch gewonnen und waren heuer eben auch schon einer der Headliner und das zurecht . Auftritt war wirklich bombastisch , Sänger der KIZ (sollten später noch auftreten ) kam auch zu einem Zwischenspiel mit kurz auf die Bühne , Kraftklub machte natürlich auch Ihre Spielchen mit dem Publikum , erschiem mir dann aber schon nach IP etwas wie ein Abklatsch , aber gut was will man denn schon machen , das Rad können die auch nicht neu erfinden , man tut was man kann und wenns den Leuten gefällt was solls ! Gelungener Auftritt kann man nur sagen , empfehle ich gerne weiter

Auf KIZ haben wir verzichtet und sind vorzeitig abgereist , zum einem um der Riesen Stau Kolonne zu auszuweichen , zum anderen weil wir KIZ bereits auf dem Southside live gesehen hatten – die hatten dort so mächtig abgeräumt , ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie sie das hier toppen sollten.

Fazit : Mini Rock in Horb – gerne nächstes Jahr wieder

Vergleich Mini Rock zu Southside – MR hat mehr Charme , man sieht besser und man kommt besser in Kontakt zu den Bands – es ist entspannter und wesentlich stressfreier als die großen Festivals ^^

Über Stan

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