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Nicht ohne meinen Mops


Eigentlich könnte das hier zu einem Zwitter generieren- einer Buchrezension und einem weiteren Beitrag zu meiner Reihe „Me and the Vip “ . Heute möchte ich ein weiteres Buch von Silke Porath vorstellen ( ich hatte in einem älteren Beitrag bereits ihr Buch Klostergeist besprochen )  Heute also der „Mops “

 Das

Das Buch handelt grob umrissen von folgender Situation – Tanja eine Tabakfachverkäuferin bezieht eine neue Wohnung. Da diese für Sie allein  nicht bezahlbar ist holt sie sich noch zwei , drei Mitbewohner mit an Bord , die Ihren Obulus an der Wohnungsmiete mit ihr teilen sollen. Gerade von Ihrem Freund Marc ( dem Arsch ) verlassen , ist sie sichtlich erfreut , daß sich auf Ihre Annonce zwei Prachtkerle melden, die sie sofort ( nicht ohne Hintergedanken ) in Ihre WG aufnimmt. Womit sie nicht rechnet, sie bekommt als Zugabe noch einen weiteren Mitbewohner , den Mops Earl of Cockwood ( der Name ist euch bekannt ? kein Wunder google google … ) . Wobei das nicht die letzte Überraschung bleibt,  mit der sie danach konfrontiert wird…… mehr will ich nicht verraten .

Ich hatte mich ja bereits beim „Klostergeist “ Ihrem ersten „Regionalkrimi “ positiv ausgelassen , nun bei der Lektüre dieses Buches habe ich mich noch mehr amüsiert, vor allem wahrscheinlich aus einem Grund – während der „Klostergeist“ ein Gemeinschaftsprojekt von ihr und einem Zweitautor darstellt , bekommt man hier Silke Porath pur . Ausserdem hat sie eine Thematik gewählt , die einfach von vornherein mehr Amusement verspricht- jaja die Wirren der zwischenmenschlichen,  nichtgleichgeschlechtlichen  Beziehungen sind einfach immer wieder ein packendes Thema.

Nun zu dem zweiten Teil – me and the VIP – sie wird sich sicher freuen, wenn ich sie in den erlesenen Kreis der VIPS emporhebe , nun es trifft wahrscheinlich nur zum Teil zu , ich denke nicht ganz Deutschland wird Ihren Namen kennen , aber ich will Ihren Ruhm jetzt nicht schmälern. Man darf aber auf jeden Fall sagen, daß sie einer großen Menge von Leuten einiges voraus hat , es kann sich ja schließlich nicht jeder als „Schriftsteller“ bezeichnen , von daher nimmt sie schon eine herausragende Stellung ein. Das Witzige ist, ich habe es diesem Blog zu verdanken, daß ich letztendlich Ihre Bekanntschaft machen durfte, irgendjemand meiner Facebook Freunde , hatte meinen Beitrag hier , mit Ihr geteilt und so wurden wir uns gegenseitig bekannt . Das führte dann irgendwann einmal zu einem persönlichen Treffen , ich bezweifle, daß es ansonsten je dazu gekommen wäre . Man muss sich das mal vorstellen , daß sich zwei Einwohner einer 13000 Seelen Gemeinde , niemals über den Weg laufen , aber es ist so – gewesen …….

Irgendwann kam es dann zu diesem „personal encounter“ und schliesslich zu diesem Bild

 

Aber das Bild hat  einen grundsätzlichen Mangel , man sollte sich nur mit Leuten ablichten die hässlicher und dicker als man selber ist, so gesehn hätte sie mich auch als Titelbild für Ihren Roman verwenden können, dabei bin ich doch gar nicht so ein Mops haha , also lest das Ding , es lohnt sich …………..wuff

 

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Spaichinger Federlesen „Wauzis Freund iss tot“


Nachdem ich mal wieder meine allabendliche Gassirunde durch unsere Stadt absolvierte, stellte ich fest, daß die Stadt mehrere Bäume , die lange unseren Marktplatz begrünt haben, plattgemacht haben, genauer gesagt 7 davon. Ich hatte dann auf meiner Facebook-Seite meinem Ärger Luft gemacht und die Tat mit einem Bild dokumentiert, zufällig war auch mein kleiner Hund drauf, der anscheinend traurig und ratlos dreinschaute: Wo sollte der jetzt noch gegenpieseln ??

Geärgert hatte ich mich eigentlich deswegen, weil wir aufgrund von der Innenstadtsanierung bereits soviel „Grun“ wegsaniert hatten, daß mir schon langsam schlecht wurde, etwas zu begrünen , etwas natürlich bewachsen zu lassen , dauert eben ein bißchen länger als ein paar neue Platten zu verlegen. Ich habe mal diese trostlose Plattentektonik die sich unser Busbahnhof schimpft aufgenommen, um das zu dokumentieren:

Mein Facebook-Posting nahm dann eine Spaichinger Autorin auf  und kreiierte eine kleine Geschichte um diese Angelegenheit herum , die sie im Rahmen einer Kolumne , dem Spaichinger Federlesen am 2.04.2011 im Heuberger Boten veröffentlichte. In diesser Kolumne werden „alltägliche Geschichten“ rund um Spaichingen , mit einem Augenzwinkern betrachtet,  erzählt.

Ich habe mich natürlich wahnsinnig gefreut, hier die Inspiration gespielt zu haben.Hier der Artikel:

Wauzis Freund ist tot

Wauzi ist fassungslos. Sein Stammbaum, der bis jetzt seine abendliche Gassirunde markierte, ist weg. Verschwunden. Futsch. Abgesägt. Der Spaichinger Marktplatz wurde gerodet.
In Hundekreisen munkelt man, der dicke Waldi habe den strammen Baum über die Jahre zu Tode gepinkelt. Die Wahrheit sieht ganz anders aus: der Gemeinderat hat das Abholzen angeordnet. Das kann Wauzi nicht wissen, aber vielleicht erzählt ihm ja sein Herrchen, was in der neuen Federlesenkolumne steht?
Jedenfalls ist das so: die Gemeinderäte müssen sich ja in der Zeit zwischen den wöchentlichen Sitzungen mit irgendetwas beschäftigen. Natur ist in und so kam einer auf die Idee, irgendwas mit Holz zu machen. Davon stand ja reichlich auf dem Marktplatz.
Jetzt bekommt jedes Ratsmitglied ein Stück Holz vom Bauhof geliefert. Daraus schnitzen die Lokalpolitiker Krippenfiguren. Die werden bunt angemalt und den Patres auf dem Dreifaltigkeitsberg gespendet, für die Krippenausstellung. Einige besonders gelungene Stücke werden auf dem Wochenmarkt verkauft. Mit dem Erlös werden dann neue Bäume angeschafft. Oder, das wäre kostengünstiger, die Jesusbabies von der CDU, die Josefs von der SPD und die Schäfer von den Freien Wählern werden gegen Setzlinge vom Obst- und Gartenbauverein getauscht.
Aus dem Restholz werden Bretterzäune gefertigt und quer auf dem Postplatz aufgestellt. Die dienen dann erstens den Jugendlichen als offizielle Graffitiwände und zweitens als Windbremse auf dem ansonsten doch recht freien Platz.
Bis die neuen Marktplatzbäume so weit sind, dass es den Spaichinger Hunden wieder Freude macht, sie anzupinkeln, dauert es leider eine Weile. In der Zeit können Sie sich ja überlegen, ob die Autorin noch alle Latten am Zaun hat!

Danke für das , leider wird das wohl die städtischen Baumaßnahmen wenig beeinflußen , aber zumindest hat man etwas sensibilisiert. Es wird  leider vieles so schnell   kaputtgemacht, das lange braucht um wieder zu wachsen, seelenlose Trabantenstädte gibt es bereits genug , mir hat mein Städtle eigentlich vorher besser gefallen, dabei haben wir doch eh schon diese Stahlbetonlandschaft im Ortskern , die jeder kritisiert, warum lernen wir nicht aus den Fehlern, sondern begehen jeden Tag wieder die gleichen Fehler aufs Neue ??


„Klostergeist! von SilkePorath/A.Braun


Nachdem ich mit Hape Kerkeling , den Jakobsweg beschritten habe ( natürlich nur als Leser ) begab ich mich nun mit Silke Porath auf den Berg, um den Klostergeist kennenzulernen.

Der Berg, damit ist unser Spaichinger Hausberg gemeint, um den die Spaichinger Schriftstellerin eine Geschichte gestrickt hat;  einen Krimi. Hauptperson ist Pater Pius aus dem Konvent auf dem Dreifaltigkeitsberg, der ein Faible für kriminalistische Literatur hegt. Pius , wird eines Morgens, selbst zum Hauptdarsteller seines eigenen persönlichen Krimis, als er nach der Morgenandacht vor seine Kirche tritt und ihm der hiesige Bürgermeister Engel ( in real life hiess der früher Teufel) vor die Füße fällt, er fiel aus dem Turm der Kirche , Suizid oder Mord ?

Die Polizei erscheint schnell auf dem Plan und untersucht den Fall . Hauptakteure sind die  smarte Kommissarin Verena Hälble und ihr norddeutscher Kollege Thorben Fischer ( ich habe natürlich keine Ähnlichkeiten zu lebenden Personen gefunden^^die einzige Gemeinsamkeit ist, daß Herr Fischer in der gleichen Straße wohnt wie ich )

Das ist auch das Irritierende an diesem Roman, sind sonst Figuren und Orte für einen fiktiv oder weit entfernt , spielt die Handlung komplett in unserem Städtchen und man ist versucht bei den Schilderungen  die Wege mit der Erzählerin im Geiste abzulaufen. Nice !

 

Ich will natürlich nicht, kommenden Lesern auf  die weitere Entwicklung vorgreifen, auf jeden Fall eröffnen sich im Verlauf der Geschichte einige Motive und mögliche Personen,  die für das vorzeitige Ableben des Bürgermeisters veratwortlich sein könnten. Wie in jedem guten Krimi bekomt man eine Palette von möglichen Missetätern präsentiert, die jeder für sich einen guten Grund hatten, dem Engel den Garaus zu machen.

Eifersucht,verschmähte Liebe,  Geldgier, Rache alles dabei…….

Und on top bekommt man in den Zwischenspielen( man liest sozusagen in den Pausen  das örtliche  Radioprogramm und die Kommentare des Radiosprechers zu den Geschehnissen, hören tut man ja nich wirklich), bekommt man gleich noch eine gute Auswahl an Musiktiteln , die man schon lange mal wieder hören wollte oder sollte ^^

Fazit: ein toller Erstling ( insoweit ich das jetzt weiß ) mit Aussicht auf mehr, mir scheint das da noch eine Fortsetzung geplant ist.

(Silke Porath , eine Spaichingerin ist den meisten normalerweise durch Ihre Kolumne „Spaichinger Federlesen“ bekannt.)

 


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